EXTRA Group · BFSG-Sofort-Check

Wie wir messen. Und was die Zahl bedeutet.

Wer Barrierefreiheit verkauft, muss offenlegen, wie er prüft. Hier steht das Verfahren — mit den Namen der Werkzeuge, der Rechenregel hinter der Befundzahl und dem, was eine Maschine nicht kann.

Zwei Prüftiefen, und der Unterschied ist ehrlich benannt

Die beiden Prüftiefen im Vergleich
MerkmalSofort-Check (kostenlos)Erklärung mit Nachweis (1.490 €)
SeitenStartseite und zwei automatisch gewählte UnterseitenZwölf Seiten, darunter die Kaufstrecke bis zur Kasse
Automatische Prüfungaxe-core gegen WCAG 2.2 AAVier Prüf-Engines im Konsens (axe-core, IBM Equal Access, Siteimprove Alfa, QualWeb) plus Markup-Validierung mit dem Nu HTML Checker
TastaturDurchlauf: Sprungmarke, sichtbarer Fokus, ErreichbarkeitVollständige Tastatur-Journeys durch Suche, Warenkorb, Kasse, Formulare
VorleseprogrammVorlese-Protokoll: was ein Screenreader an den entscheidenden Stellen tatsächlich ansagt
ErklärungGefunden? Pflichtangaben vollständig? Marktüberwachung genannt?Wir schreiben Ihre Erklärung aus dem Messlauf — Konformitätsstand gezählt, nicht behauptet
ErgebnisBefundzahl, die fünf schwersten Barrieren, PDF mit PrüfsummeNachweisakte: jeder Befund mit Fundstelle, Kriterium und Soll-Zustand — plus 30 Tage Wache

Warum der Unterschied zählt: Eine einzelne Engine findet, was sie kennt. Vier Engines im Konsens trennen den gesicherten Befund vom Einzelmeldungs-Rauschen — genau die Trennung, die eine Nachweisakte tragen muss, wenn jemand sie prüft.

Die Befundzahl: 100 minus das, was gefunden wurde

Basis 100. Jedes WCAG-Erfolgskriterium mit bestätigtem Befund kostet Punkte:

  • Stufe A — 3 Punkte je Kriterium
  • Stufe AA — 2 Punkte je Kriterium

Gezählt werden Kriterien, nicht Fundstellen: Zweihundert Bilder ohne Alternativtext sind ein Befund an 1.1.1, nicht zweihundert Abzüge. Qualitätsbefunde (Best-Practice-Regeln, Markup-Fehler, Meldungen einer einzelnen Engine) berühren die Zahl nicht — sie stehen daneben. Die Zahl misst nur die Rechtskette.

Eine Befundzahl ist keine Konformität. Sie ist der ehrlichste Wert, den eine Maschine liefern kann — und die Grundlage, um Fortschritt zu vergleichen.

Deshalb steht auf jeder Ergebnisseite die Pflicht-Ampel über der Zahl: Barrierefreiheitserklärung, Pflichtangabe Marktüberwachung, Bedienbarkeit per Tastatur — drei Zeilen, erfüllt oder nicht. Eine Website kann 95 Punkte haben und trotzdem die Pflicht verfehlen, weil die Erklärung fehlt.

Was eine Maschine nicht kann

Darum ist die automatische Messung bei uns der Anfang und nicht das Ergebnis: In der Erklärung mit Nachweis kommen Tastatur-Journeys und das Vorlese-Protokoll dazu, und jeder gesicherte Befund wird von Hand eingeordnet, bevor er in die Akte geht.

Warum wir kein Overlay verkaufen

Ein Overlay-Widget legt sich über eine Website und verspricht Barrierefreiheit per Knopfdruck. Nach Einschätzung der Überwachungsstellen des Bundes und der Länder stellt es keine Barrierefreiheit her. Der Sofort-Check erkennt gängige Overlays und weist sie aus — als Befund, nicht als Lösung.

Das Siegel unter jedem Ergebnis

Jedes Ergebnis trägt eine SHA-256-Prüfsumme über die Rohdaten des Laufs, den Zeitstempel in UTC und den Namen des Verfahrens. Damit lässt sich später belegen, dass ein Bericht nicht nachträglich verändert wurde. Ergebnisse bleiben 30 Tage abrufbar; danach werden sie gelöscht.

Wir versprechen keine „100 %" und keine „Abmahnsicherheit". Beides kann niemand seriös zusagen — Barrierefreiheit ist ein Zustand, den man misst und hält, kein Zertifikat, das man erwirbt.

Selbst gemessen, bevor wir es verkaufen

Die EXTRA Group betreibt seit 2007 eigene Onlineshops, die seit dem 28. Juni 2025 unter dieselbe Pflicht fallen. Sie laufen täglich durch dieselbe Engine, die auch Ihren Check fährt — im größten davon 162 Seiten im Tageslauf und 322 im wöchentlichen Tiefenlauf. Was wir Ihnen liefern, haben wir zuerst an uns selbst geprüft.