JTL-Shop und das BFSG: 21 Shops gemessen.
Befundzahl im Schnitt 81, Spanne 66 bis 90. Ein Muster fällt dabei auf, das wir bei keinem anderen System in dieser Häufigkeit finden: Das Layout bricht beim Vergrößern.
Was wir in JTL-Shops finden
| Kriterium | Betroffen | Woran es in diesem System typischerweise liegt |
|---|---|---|
| 1.4.3 Ausreichende Farbkontraste | 95 % | 20 von 21 Shops. Betrifft vor allem Nebentext, Verfügbarkeitshinweise und Beschriftungen in Filterleisten. |
| 2.4.11 Fokus nicht verdeckt | 90 % | Die mitlaufende Kopfleiste mit Suche und Warenkorb schiebt sich beim Tabben über das Element, das gerade den Fokus hat. |
| 4.1.2 Korrekte ARIA-Auszeichnung | 90 % | Filter-Aufklapper, Varianten-Auswahl und der Warenkorb-Ausschnitt melden ihren Zustand nicht — offen, geschlossen, gewählt bleibt für Hilfsmittel unsichtbar. |
| 1.3.1 Saubere technische Struktur | 86 % | Übersprungene Überschriftenebenen in Kategorie- und Produktseiten; Merkmalslisten, die technisch keine Listen sind. |
| 2.5.8 Ausreichend große Bedienelemente | 62 % | Mengenfelder, Merkmal-Schalter und Paginierung liegen auf dem Telefon zu eng. |
| 1.1.1 Alternativtexte für Bilder | 57 % | Produktbilder aus dem Warenwirtschaftssystem kommen ohne Beschreibung in den Shop und behalten sie dort. |
| 1.4.10 Umbruch bei Zoom (Reflow) | 52 % | Der auffälligste Wert: Bei jedem zweiten Shop bricht das Layout bei starker Vergrößerung. Fundstellen sind meist Tabellen — Größen-, Versand- und Merkmalstabellen mit festen Breiten. |
Der JTL-Befund, den kein anderes System in dieser Häufigkeit zeigt
Umbruch bei Zoom (1.4.10) bei 52 % der gemessenen Shops. Bei Shopware, Magento und Shopify taucht dieses Kriterium nicht einmal unter den sechs häufigsten auf — hier ist es bei jedem zweiten Shop offen.
Was das praktisch bedeutet: Wer die Seite auf 200 oder 400 Prozent vergrößert — und das tun viele Menschen dauerhaft, nicht nur ausnahmsweise —, verliert Inhalt am rechten Rand oder muss waagerecht scrollen, um einen Satz zu Ende zu lesen. Die Fundstellen sind fast immer dieselben: Tabellen mit festen Breiten, in denen Größen, Versandkosten oder Produktmerkmale stehen.
Das ist gut behebbar und wird oft übersehen, weil es auf keinem Entwicklerbildschirm auffällt. Man sieht es erst, wenn man danach sucht.
Was in unseren Daten nicht steht
Anders als bei Shopware und Magento haben wir bei JTL keine Versionsangaben erhoben — in unseren Lead-Daten steht schlicht „JTL-Shop“. Deshalb finden Sie hier keine Aussage darüber, wie viele dieser Shops auf einer aktuellen Version laufen. Was wir nicht gemessen haben, behaupten wir nicht.
Der Befund, der in jedem System auftaucht
Über alle 142 ausgewerteten Shops hinweg ist 1.4.3 — ausreichende Farbkontraste der häufigste offene Punkt: bei Shopware und Shopify in 100 % der gemessenen Shops, bei Magento in 83 %, bei WooCommerce in 89 %. Das liegt nicht am System, sondern daran, wie Marken arbeiten: Ein gedämpftes Grau für Nebentext, ein helles Markengrün für Knöpfe, ein Preisschild in Hellrot auf Weiß — alles gestalterisch gewollt und rechnerisch zu schwach.
Kontrast ist auch der Befund, bei dem am meisten falsch gemessen wird. Wer eine Farbe mit Transparenz, einen Verlauf im Hintergrund oder einen display-p3-Farbraum nicht berücksichtigt, misst Phantome. Wir rechnen jede Fundstelle einzeln.
Was wir für JTL-Shops tun
Wir beheben die gesicherten Befunde direkt im Theme — nicht als Ticketliste für Ihr Team, sondern als Arbeit, die getan ist. Danach messen wir nach, schreiben die Nachweisakte und Ihre Barrierefreiheitserklärung aus dem Ergebnis. Was dabei alles passiert, steht offen; den Festpreis nennen wir nach der Messung, weil er von Größe und Aufwand abhängt.
Ihr Stand in wenigen Minuten
Der Sofort-Check misst Ihre Startseite und zwei Unterseiten — kostenlos, ohne Anmeldung.
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