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Magento und das BFSG: der niedrigste Durchschnitt unserer vier Systeme.

30 gemessene Magento-Shops, Befundzahl im Schnitt 77, Spanne 68 bis 86. Das ist der niedrigste Wert unserer vier Systeme — und der Grund dafür ist nicht Magento, sondern das Alter der Installationen.

Was wir in Magento-Shops finden

Anteil der gemessenen Shops, bei denen dieses Erfolgskriterium offen war
KriteriumBetroffenWoran es in diesem System typischerweise liegt
4.1.2
Korrekte ARIA-Auszeichnung
97 %29 von 30 Shops. Layered Navigation, Mini-Warenkorb und Varianten-Auswahl sind aus Widgets gebaut, die Rolle und Zustand nicht melden.
1.3.1
Saubere technische Struktur
83 %Über Jahre gewachsene Vorlagen mit übersprungenen Überschriftenebenen und Tabellen-Layouts, die keine Datentabellen sind.
1.4.3
Ausreichende Farbkontraste
83 %Vielfach überschriebene Stylesheets: Farben aus mehreren Generationen des Auftritts liegen übereinander.
2.4.4
Aussagekräftige Linktexte
80 %„Weiterlesen“ und „Hier klicken“ in Kategorietexten und Fußzeilen-Blöcken.
2.5.8
Ausreichend große Bedienelemente
77 %Filterlisten und Sortierung stammen aus der Desktop-Ära; auf dem Telefon liegen die Ziele zu dicht.
2.4.11
Fokus nicht verdeckt
77 %Klebende Kopfbereiche mit Suche und Servicemenü überdecken das fokussierte Element.

Der Befund hinter dem Befund: 14 von 30 laufen auf Magento 1

Von unseren 30 gemessenen Magento-Shops laufen 14 auf Magento 1 — acht davon haben wir ausdrücklich als ohne Support markiert. Magento 1 erhält seit Juni 2020 keine offiziellen Sicherheits-Updates mehr.

Für die Barrierefreiheit heißt das: Die Arbeit ist machbar, aber sie fließt in ein System, das nicht mehr gepflegt wird. Wir sagen das offen — und rechnen den zweiten Weg mit: einen Umzug, bei dem die Barrierefreiheit von Anfang an eingebaut ist, statt zweimal zu zahlen.

Bei Magento 2 ist die Lage anders: Dort ist die Nachrüstung im Theme der richtige und dauerhafte Weg.

Warum ausgerechnet ARIA bei Magento so oft fällt

97 % — 29 von 30 Shops. Kein anderer Befund ist in einem System so gleichmäßig verteilt. Die Ursache ist die Architektur: Magento baut Oberflächen aus Widgets und UI-Komponenten, die HTML erzeugen, ohne dass jemand es direkt schreibt. Was dabei entsteht, ist funktional korrekt und für Hilfsmittel stumm: ein Aufklapper, der sich öffnet, ohne es zu melden; ein Filter, der zählt, ohne die Zahl anzusagen.

Das ist kein Fehler einer Agentur, sondern eine Eigenschaft des Baukastens — und es ist behebbar, wenn man weiß, an welcher Stelle der Vorlage man ansetzt.

Der Befund, der in jedem System auftaucht

Über alle 142 ausgewerteten Shops hinweg ist 1.4.3 — ausreichende Farbkontraste der häufigste offene Punkt: bei Shopware und Shopify in 100 % der gemessenen Shops, bei Magento in 83 %, bei WooCommerce in 89 %. Das liegt nicht am System, sondern daran, wie Marken arbeiten: Ein gedämpftes Grau für Nebentext, ein helles Markengrün für Knöpfe, ein Preisschild in Hellrot auf Weiß — alles gestalterisch gewollt und rechnerisch zu schwach.

Kontrast ist auch der Befund, bei dem am meisten falsch gemessen wird. Wer eine Farbe mit Transparenz, einen Verlauf im Hintergrund oder einen display-p3-Farbraum nicht berücksichtigt, misst Phantome. Wir rechnen jede Fundstelle einzeln.

Was wir für Magento-Shops tun

Wir beheben die gesicherten Befunde direkt im Theme — nicht als Ticketliste für Ihr Team, sondern als Arbeit, die getan ist. Danach messen wir nach, schreiben die Nachweisakte und Ihre Barrierefreiheitserklärung aus dem Ergebnis. Was dabei alles passiert, steht offen; den Festpreis nennen wir nach der Messung, weil er von Größe und Aufwand abhängt.

Ihr Stand in wenigen Minuten

Der Sofort-Check misst Ihre Startseite und zwei Unterseiten — kostenlos, ohne Anmeldung.

Kein Konto, keine E-Mail-Pflicht. Kein Konto, keine E-Mail-Pflicht.

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